Und ewig lockt das Meer

Und ewig lockt das Meer

Viele Wege führen nach Rom – respektive, es gibt viele Wege nach Genua. Und das lässt sich auch per Velo machen. Zumal das Meer beim Radeln als verlässlicher Magnet wirkt.

Radeln, pedalen, von A nach B, Kilometer um Kilometer, und irgendwo dort vorne weit in der Ferne ist das Ziel, ein erstes Ziel; und dann wird man ein nächstes Ziel anpeilen; man ist auf der Durchreise, dreht die Kurbel, bleibt auf Fahrt, hält die Räder am Rollen, am Laufen. Und bald ist’s einem, als wär’s wie im Film: wechselnde Szenerie, neue Bilder, neue Dörfer, neue Beizen, neue Abzweigungen.

Novara, das ist die Stadt mit dem über 120 Meter hohen Kirchturm. Wer in diesem flachen Land von Norden her auf die Stadt zu radelt, sieht ihn bereits von weit draussen. Italien-Kenner sagen, der Turm von Novara erinnere an jenen von Turin (und sie fügen an, dass hinter beiden Bauwerken der gleiche Architekt stehe). Wobei, eigentlich ist der Turm von Novara gar kein Kirchturm; er ist eine Kuppel (und der «richtige» Kirchturm steht daneben). Nun, ob Turm oder Kuppel: das Ding ist überragend. Und wenn wir uns vergegenwärtigen, dass im 19. Jahrhundert, als der Kirche von Novara diese Kuppel aufgesetzt worden ist, kein anderes Gebäude weit und breit mit einer derartigen Höhe auftrumpfen konnte, erhalten wir eine Ahnung davon, welch’ «herausragende» Position die Kirche, respektive ihre Vertreter in Italien einst innehatten.

Eher zufällig als geplant

Nun, wer die Architektur dieser oder jener Kuppel studieren, wer die 200-jährigen Skulpturen in Italiens wichtigsten Basiliken bestaunen, wer die bedeutendsten Museen des Landes sehen will, ist nicht auf diese Weise unterwegs. Weil – hier geht’s um was Anderes: eher um Zufälliges als Geplantes. Mag sein, dass, von aussen betrachtet, dieses Tun wie ein Egotrip anmutet. Weil es, mitunter, wie ein Sich-Berauschen ist; man radelt, einem fernen Ziel entgegen; man hat sich der Kraft des Magneten ergeben – und…


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