Zu den Narzissen von Seewis

Zu den Narzissen von Seewis

Es ist ein bezaubernder Anblick: eine Wiese voll blühender weisser Narzissen! Solche Wiesen sind, dank Schutzbestimmungen, in den Alpen zum Glück noch da und dort anzutreffen. Zum Beispiel oberhalb des Dorfs Seewis im Prättigau GR.

Die auch in den Alpen und Voralpen fortschreitende Zersiedelung mit dem damit verbundenen Strassenbau fordert ihren Tribut: Wo sich einst Bergwiesen ausdehnten, sonnen sich heute die Chalets der Wohlhabenden. Und auf den noch verbliebenen (Alp-)Wiesen wurde die Landwirtschaft vielerorts von extensiv auf intensiv umgestellt. So etwa wird heute, anders als in den 1960er und 1970er Jahren – früher und öfter gemäht. Für die aus einer Zwiebel wachsende Narzisse aber wirkt sich das vorzeitige Schneiden ihrer Blätter verheerend aus – ihre Zwiebel geht innert zweier Jahre zugrunde.

Umso erfreulicher, dass gleichzeitig auch Gegenbewegungen in Gang gekommen sind. Einen diesbezüglich wichtigen Impuls (mit Signalwirkung auf die gesamte Schweiz) hatten Blumenfreunde kurz vor der Jahrtausendwende mit ihrer Schutz-Initiative in der Gegend oberhalb von Montreux und Blonay VD ausgelöst: Das damals aufgenommene Inventar hatte belegt, dass in jener Gegend am Genfer See innert 40 Jahren zwei Drittel der einstigen Narzissen-Wiesen verloren gegangen waren; bei den Beständen mit vormals besonders dichtem Bewuchs belief sich der Verlust gar auf über 80 Prozent.

Auf nach Graubünden

Dank einem erstarkten, sorgsameren Umgang mit dieser Frühlingsblume finden wir auch im Bergkanton Graubünden nach wie vor blühende Narzissen-Wiesen. Die zwei wohl bekanntesten davon liegen im Prättigau, unweit von Landquart. In Seewis und Fanas, oberhalb dieser Dörfer, an den nach Süden hin ausgerichteten, wettergeschützten Hanglagen blühen jeweils im Frühling hunderte, ja tausende dieser strahlendweissen Blumen. Und genau dorthin führt der aktuelle NF-Wandertipp!

Ausgangsort der Wanderung ist das Dorf Seewis (936 m), rund 300 Höhenmeter über dem Talboden der Landquart, die sieben Kilometer weiter westlich …


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