Strada alta – talaufwärts

Strada alta – talaufwärts

Vom Gotthard herkommend führt der Kulturweg Alpen ab Airolo südwärts über die Strada alta via Altanca und Osco nach Sobrio (hoch über Biasca) und weiter ins Bleniotal. Als Alternative dazu hier der Tipp in umgekehrter Richtung: von Rossura nordwärts, nach Deggio.

Strada alta – über Jahre galt dieser 45 km lange Panoramaweg in den an der Route gelegenen Dörfern als Garant für gut besuchte Beizen und Herbergen. In letzter Zeit aber ist die «hohe Strasse» (Strada alta) aus der Mode gekommen. Das ist schade. Die Möglichkeiten, beim Wandern unterwegs einzukehren, werden damit nicht zahlreicher. Abgesehen davon erfährt die Leventina auch als Ganzes seit Inbetriebnahme des Eisenbahn-Gotthard-Basistunnels einen zusätzlichen wirtschaftlichen Dämpfer. Daher umso mehr: Strada alta, jetzt erst recht!

Wobei: es gibt auf dieser Strada einige Wegabschnitte, die auf Asphalt verlaufen, so etwa zwischen Airolo, Altanca und Deggio (und damit eher zum Velofahren als zum Wandern einladen). Darum wählen wir hier einen Abschnitt, der grösstenteils auf Naturpfaden führt. Zudem wählen wir – anders als es ‘normalerweise’ die meisten tun – nicht die Marschrichtung talabwärts, sondern talaufwärts. Mit dem Blick nordwärts, gegen das Gotthardmassiv, zeigt sich auf diese Weise die Gebirgswelt von ihrer imposanteren Seite.

Allmählich verblassende Spuren

Wer die Strada alta mit wachem Geist durchmisst, freut sich am Wechsel von Kultur- und Naturlandschaft, an offenem Gelände mit stets neuen Tief- und Weitblicken.

Unterwegs, zwischen den Dörfern, lässt sich u.a. gut beobachten, wie grundlegend sich die Landwirtschaft hier verändert hat. Wo Felder noch genutzt werden, überwiegen eher fette Wiesen; wo hingegen die Bewirtschaftung aufgegeben worden ist, überwuchert Jungwuchs, allen voran die Haselstaude, das zuvor der Wildnis abgetrotzte Kulturland.

Schauen wir indes näher hin, sind zwischen den aufkommenden Sträuchern und Jungbäumen vielerorts noch Reste eines Systems von Trockensteinmauern auszumachen. Es sind Überbleibsel. Vor 100, vor 200 Jahren Stein …


Neugierig geworden? Den kompletten Artikel finden Sie im Naturfreund 02/19. Abonnieren Sie die Zeitschrift ganz einfach über unseren Shop.

Schreibe einen Kommentar

Nach oben