Bienen-Initiative
Bienen und andere Bestäuber-Insekten sind die kleinen Heldinnen unseres Alltags. Sie sichern eine vielfältige Natur und unsere Ernährung. Doch die fleissigen Helferinnen verschwinden aus unseren Gärten und Feldern. Was bisher dagegen getan wurde, zeigt kaum Wirkung. Eine Bienen-Initiative soll rasch griffige Massnahmen zu ihrem Schutz bringen. Dafür braucht es deine Unterstützung – und über 100’000 Unterschriften!
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Je schneller wir mehr als 100’000 Unterschriften sammeln, desto grösser der Druck auf die Politik. Wir schicken dir die Unterschriftenkarten rechtzeitig zur Lancierung der Initiative nach Hause.

Darum braucht es eine Bienen-Initiative
Honigbienen, Wildbienen und andere einheimische Bestäuber-Insekten finden oft nicht genügend Blütennahrung und sichere Nistplätze. Auch Krankheiten und invasive Arten setzen ihnen zu. Fast die Hälfte aller Wildbienenarten ist bedroht oder schon ausgestorben. Doch gemeinsam können wir das Bienensterben stoppen und die Bestäubung unserer Wild- und Kulturpflanzen sichern!

Unbezahlbar – für unsere Wirtschaft, Gesellschaft und Natur
Mehr als 80 Prozent der Blütenpflanzen sind auf Bienen und Bestäuber-Insekten angewiesen, um Früchte zu bilden und sich zu vermehren – auch Beeren, Obst und Gemüse. Allein die Bestäubung von Kulturpflanzen hat in der Schweiz einen Wert von jährlich bis zu 479 Millionen Franken.
Bienen, Wespen, Fliegen und Käfer sind für die Bestäubung von vielen Wild- und Kulturpflanzen unerlässlich. Mehr als 80 Prozent aller Blütenpflanzen sind auf Bienen und andere Bestäuber-Insekten angewiesen, um sich zu vermehren und Früchte zu bilden. Betroffen sind auch Beeren, Obst und Gemüse. Deren Anbau nimmt seit Jahrzehnten zu – und damit auch die Abhängigkeit von Bestäuber-Insekten.
Bienen und andere Bestäuber-Insekten erbringen damit eine enorme Leistung für Wirtschaft, Gesellschaft und Natur. Inzwischen wird der Wert der Bestäubung von Kulturpflanzen in der Schweiz auf jährlich bis zu 479 Millionen Franken geschätzt.
Wo Bienen rar sind, kann Bestäubung zu teurer Handarbeit werden: In einigen Regionen der Welt ist dies auf Grund des Bienensterbens schon heute der Fall. Und Vanille wird fast überall auf der Welt von Hand bestäubt, weil ihre einzige Bestäuberbiene fast nur in Mittelamerika vorkommt.
Die indirekten und längerfristigen Kosten des Insektensterbens wären jedoch bedeutend grösser. Bestäuber-Insekten sichern den Fortbestand vieler Pflanzen und ihre genetische Vielfalt – eine Voraussetzung dafür, dass sie sich veränderten Umweltbedingungen wie Trockenheit, neuen Krankheiten oder Schädlingen anpassen können. Ein Rückgang der natürlichen Vielfalt hätte gravierende Folgen für uns alle.
Bienen und andere Bestäuber-Insekten fördern lohnt sich – denn ihre Leistungen sind unbezahlbar, für unsere Wirtschaft, Gesellschaft und Natur.
Unverzichtbar – für eine vielfältige und genussvolle Ernährung
Die Vielfalt im Garten, auf dem Feld und damit auf unserem Teller verdanken wir der fleissigen Arbeit von Bienen und anderen Bestäuber-Insekten. Viele Kulturen, wie etwa Beeren, Äpfel oder Kürbisse, sind von der Bestäubung abhängig. Diese Lebensmittel liefern uns wichtige Vitamine und Nährstoffe.
Zwar wachsen Weizen und anderes Getreide ohne die Hilfe von Bienen, Hummeln oder Schmetterlingen. Doch der saftige Apfel tut es nicht – genauso wenig wie die samtige Himbeere, das knackige Rüebli oder die farbenfrohen Kürbissorten im Herbst. Sie müssen von Insekten bestäubt werden.
Genau diese Beeren, dieses Obst und dieses Gemüse bringen Farbe und Abwechslung in die Gemüseabteilung oder auf dem Markt und versorgen uns mit lebenswichtigen Vitaminen und wertvollen Nährstoffen.
Ob wir uns an abwechslungsreichem Essen erfreuen, Tomaten und Gurken auf dem Balkon ziehen oder professionell Früchte und Gemüse produzieren: Die Rechnung für das Bienensterben landet am Ende bei uns allen auf dem Teller.
Bienen und andere Bestäuber-Insekten fördern lohnt sich – für eine grosse Auswahl frischer Früchte und Gemüse – im Einkaufskorb und auf dem Teller!


Unersetzbar – für gute Qualität und reiche Ernte
Ausser der Honigbiene bestäuben über 600 Wildbienenarten sowie Fliegen, Käfer und Schmetterlinge unsere Pflanzen. Diese Vielfalt sorgt für eine zuverlässige Bestäubung und sichert die Ernten. Denn die Bestäuber ergänzen sich – bei jedem Wetter und zu verschiedensten Zeiten.
Ohne fein abgestimmte Choreographie zwischen Blüte und Bestäuber leidet die Qualität. Beeren, Früchte und Gemüse werden kleiner, verkümmern oder sind ungeniessbar. So hat etwa eine Erdbeerblüte hunderte winziger Fruchtblätter, die einzeln bestäubt werden müssen. Fehlen Bestäuber-Insekten an einzelnen Stellen, entstehen Dellen und Verformungen. Solche Beeren landen oft im Abfall.
Doch es geht um mehr als nur die Form. Ohne vollständige Bestäubung bleiben Erdbeeren, Kirschen, Äpfel & Co. kleiner, Melonen können sogar bitter werden.
Ausser der Honigbiene bestäuben über 600 Wildbienenarten sowie Fliegen, Käfer und Schmetterlinge unsere Pflanzen. Das Zusammenspiel von Honigbienen und einer Vielfalt an Wildbestäubern in Feld und Garten liefert die beste Bestäubungsleistung. Verschiedene Arten fliegen zu anderen Tages- oder Jahreszeiten, sie sind bei unterschiedlichen Wetterbedingungen unterwegs und bevorzugen unterschiedliche Pflanzen.
Honig- und Wildbienen, Fliegen, Käfer & Co schützen lohnt sich – nur mit einer Vielfalt von Insekten gelingen reiche Ernten. Handeln wir jetzt!
Lebensnotwendig – für eine artenreiche und blühende Natur
Dank Bienen und Bestäuber-Insekten vermehren sich viele Pflanzen und blüht die Natur. Davon profitieren Menschen und Tiere, die auf diese Pflanzen angewiesen sind. Insekten sind jedoch auch eine unverzichtbare Nahrungsquelle – für viele Vögel, Fische und Säugetiere.
Bienen und andere Bestäuber-Insekten sind zentral für eine intakte Natur. Erst durch ihre Bestäubung können sich viele Wild- und Kulturpflanzen überhaupt vermehren. Blühende Blumenwiesen verdanken wir der Arbeit fleissiger Bestäuberinnen. Nebst uns Menschen profitieren davon auch Tiere, für die diese Pflanzen Nahrungsgrundlage sind.
Die Insekten selbst bilden eine wichtige Nahrungsgrundlage für viele Tiere. Rund 40 Prozent der Schweizer Brutvögel ernähren sich fast ausschliesslich von proteinreichen Insekten; weitere 25% ziehen ihre Jungen vorwiegend damit auf. Von Insekten ernähren sich auch Fische und kleinere Säugetiere, wie Fledermäuse oder Igel.
Bienen und andere Bestäuber-Insekten fördern lohnt sich – viele andere Tier- und Pflanzenarten überleben nur dank ihnen.


Bewahrenswert – Millionen Jahre Evolution
Insekten leben seit Millionen von Jahren auf der Erde, in einer enormen Vielfalt. In wenigen Jahrzehnten ist ihre Zahl aber um mehr als drei Viertel geschrumpft. Der Verlust von Lebensraum und Nahrungsangebot aber auch Krankheiten oder invasive Arten bedrohen sie. Mit einer Bienen-Initiative wollen wir dieses Sterben stoppen – denn die kleinen Heldinnen unseres Alltags sind unersetzlich.
Insekten sind die älteste Tierart, die das Land besiedelte. Sie tauchten vor etwa 480 Millionen Jahren auf, lange vor den Dinosauriern und sehr lange vor uns Menschen. Im Verlauf der Zeit haben sie sich zu fast einer Million von Arten entwickelt, einer faszinierenden Welt von Farben und Formen. Noch sind nicht einmal alle Arten bekannt.
Innert weniger Jahrzehnte jedoch ist die Biomasse der Insekten um rund drei Viertel zurückgegangen – und das Massensterben der Insekten geht unvermindert weiter. Auch Bienen leiden unter schwindenden Lebensräumen und Nahrungsangeboten. Zusätzlich setzen invasive Arten, wie die Asiatische Hornisse, die Insektenwelt zunehmend unter Druck.
Mit einer Bienen-Initiative wollen wir dieses Sterben stoppen sowie die Bienen und anderen Bestäuber-Insekten erhalten und fördern. Denn die Insekten sind auf dieser Welt unersetzlich.
Bienen und andere Bestäuber-Insekten gibt es seit Millionen von Jahren – gemeinsam können wir dafür sorgen, dass es diese faszinierende Welt voller Formen und Farben auch weiterhin gibt.
Bienen-Initiative
Mit einer zweckgebundenen Spende unterstützen Sie das politische Engagement der Naturfreunde Schweiz für den Schutz und die Förderung von Bienen und Bestäuberinsekten im Rahmen der Bienen-Initiative.
