Wo sich Spiritualität, Kulturpflege und Forschung treffen

Wo sich Spiritualität, Kulturpflege und Forschung treffen

Müstair, zuunterst im Bündner Münstertal, markiert die letzte Station des Kulturwegs Alpen. Ein Besuch im dortigen Kloster St. Johann bietet 1200 Jahre Geschichte, Kunstschätze aus unterschiedlichen Epochen und spannende Architektur sowie aktuelle Forschung und tiefgreifende Spiritualität.

Wer aus der Deutschschweiz nach Müstair reist, wählt üblicherweise die Strasse über den Ofenpass. Mit öV bedeutet dies: Fahrt per Eisenbahn nach Zernez, danach im Postauto durch eine alpine Landschaft hinauf zum Pass und Abfahrt durchs Val Müstair. Der von den Naturfreunden propagierte Kulturweg Alpen (siehe Seite 12) wählt für Wandernde eine andere Route: von Scuol durchs Val Plavna nach S-charl, weiter zum Arvenwald von Tamangur und über den Pass da Costainas via Lü und Sta. Maria nach Müstair.

Kloster St. Johann – Brücke in die Vergangenheit

In Müstair angelangt, kann und darf die Reise weitergehen – in die Vergangenheit des ausgehenden 8. Jahrhunderts. Nach der Eroberung der Langobarden geriet Karl der Grosse bei seiner Rückreise über den Umbrailpass in einen Schneesturm. Er gelobte ein Kloster zu gründen, solle er heil davonkommen und erfüllte, was er gelobt hatte. Dies ist die Gründungslegende des Klosters St. Johann in Müstair. Die Jahrringdatierung der Hölzer in der Klosterkirche unterstützt die Legende: die Hölzer wurden 775 gefällt.

Welterbe der UNESCO

Die Klosterkirche muss zur Gründungszeit prachtvoll gewesen sein. Noch heute kann man dieser Pracht nachspüren. Der grösste und best erhaltene Wandmalereizyklus aus dem Frühmittelalter trug dazu bei, dass die Kirche und die gesamte Klosteranlage 1983 zum UNESCO Welterbe erhoben wurden.

 Die Klosterkirche war ursprünglich bis in den kleinsten Winkel ausgemalt. Die gesamte Heilsgeschichte offenbarte sich den Mönchen und geistlichen Würdenträger in diesem imposanten Gotteshaus; weisser Marmor aus Laas im angrenzenden Vinschgau im Südtirol schmückte die Kirche. Bis zu 45 benediktinische Mönche sangen hier sieben…

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