
Naturfreunde sagen Nein zur Halbierungsinitiative
Starke und unabhängige Medien sind für eine funktionierende Demokratie unverzichtbar. Sie sind das Bollwerk gegen die zunehmende Flut von Desinformationen in den sozialen Medien, die einigen wenigen Unternehmern gigantische Profite bescheren und dabei destabilisierte Gesellschaften hinterlassen. Während traditionelle Massenmedien in der Schweiz zurecht reguliert werden, lässt eine echte, strenge Regulierung aller sozialen Medien hierzulande noch auf sich warten. Gleichzeitig gehen in der Schweiz immer mehr kleinere Medien ein, weil sich die Werbeeinnahmen zunehmend von den traditionellen hin zu den sozialen Medien verlagern. Dabei sind neben den grossen Leitmedien gerade auch die lokalen Medien wichtig für den Zusammenhalt der Gesellschaft und die demokratische Meinungsbildung.
Die SRG-Halbierungsinitiative, über die am 8. März 2026 abgestimmt wird, zielt auf eine deutliche Schwächung des SRF (Schweizerisches Radio und Fernsehen), dem einzigen Medium in der Schweiz, das eine umfassende regionale wie nationale Berichterstattung anbietet und dabei die Schweiz in ihrer ganzen Vielfalt und gerade auch die Schweizer Vereinslandschaft abbildet. Die Portemonnaies in der Schweiz müssen entlastet werden, das ist keine Frage. Die Entlastung darf aber nicht auf Kosten der Demokratie gehen. Tiefere Wohn- oder Gesundheitskosten etwa würden die Demokratie im Gegensatz zur Halbierungsinitiative nicht gefährden.

Die Naturfreunde Schweiz (NFS) setzen sich gemäss ihren Statuten für demokratische Werte ein. Deshalb lehnt der Vorstand der Naturfreunde Schweiz die Halbierungsinitiative aus den genannten Gründen ab. Als Partnerorganisation von Swiss Olympic beteiligen sich die Naturfreunde Schweiz deshalb auch an der der Kampagne «SRG halbiert, Sport verliert» (sportkomitee.ch).
