Impuls der Co-Präsidentin
Liebe Naturfreundinnen und Naturfreunde Lebenslanges Lernen ist mittlerweile eine Selbstverständlichkeit für die meisten Menschen. Noch etwas weniger stark in den Köpfen verankert ist das Erfordernis des […]
Liebe Naturfreundinnen und Naturfreunde
Lebenslanges Lernen ist mittlerweile eine Selbstverständlichkeit für die meisten Menschen. Noch etwas weniger stark in den Köpfen verankert ist das Erfordernis des lebenslangen Sporttreibens. Oder vielmehr des «Bewegens», denn es geht dabei nicht um sportliche Höchstleistungen, sondern um breitensportliche Aktivitäten. Gemäss den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO brauchen Erwachsene pro Woche mindestens 2,5 bis 5 Stunden Bewegung bei mittlerer Intensität und 1¼ bis 2,5 Stunden bei höherer Intensität (Kinder und Jugendliche brauchen 1 Stunde pro Tag!). Dies zur Förderung und zum Erhalt des eigenen Wohlbefindens und natürlich zur Vorbeugung diverser Krankheiten physischer (Herz-Kreislauf, Bewegungsapparat, Übergewicht etc.) und psychischer Natur, die sich im Laufe des Lebens anschleichen können – oder eben nicht.
Drei Viertel der schweizerischen Bevölkerung setzt die WHO-Empfehlung um (Quelle: Schweizerische Gesundheitsbefragung 2025) und man könnte geneigt sein, zu behaupten, dass die Naturfreund:innen zum grössten Teil dazu gehören. Auf jeden Fall wird es ihnen leicht gemacht mit den Aktivitäten in den Jahresprogrammen der Sektionen. Da werden nicht nur regelmässig Wanderungen angeboten, damit verbunden sind auch das Erleben von Gemeinschaft und Geselligkeit oder die Entdeckung von unbekannten Landschaften und Regionen.
Das Erfordernis des lebenslangen Bewegens (und Lernens) gilt indessen nicht nur für uns als Individuen, sondern im übertragenen Sinn auch für uns als Verein, als Sektion, als Landesverband. Wollen wir gesund und überlebensfähig bleiben, müssen wir uns ständig bewegen, indem wir Bisheriges überprüfen, Neues ausprobieren, etwas wagen und das unter Umständen auch mal ohne Garantie auf Erfolg. Denn wer sich bewegt, kann durchaus über ein Hindernis stolpern, bleibt deswegen aber noch lange nicht auf seinem Stuhl sitzen, um jedes Risiko zu vermeiden. Wir sind eingeladen, darüber nachzudenken, wie neue Zielgruppen gewonnen werden können und auf welche Art sie anzusprechen sind. Vielleicht braucht es dazu mitunter neue Wege, etwa digitaler Natur. Wie das Bewegen in der Natur macht auch das «Bewegen» im Verein Spass, wenn es gemeinsam und mit Lust und Experimentierfreudigkeit unternommen wird, mal mit mittlerer Intensität, aber auch mal mit höherer Intensität. Nicht wahr?

