Kleines Flurnamenbuch für Wandernde
Pünktlich zur Wandersaison ist das «Kleine Flurnamenbuch für Wandernde» beim Weber Verlag erschienen. Es wird im Folgenden kurz vorgestellt. Alpiglegalm, Beibräche, Gurnigel, Hundschopf, Mönchsbüffel, Pletsche, Speckhubel, […]
Pünktlich zur Wandersaison ist das «Kleine Flurnamenbuch für Wandernde» beim Weber Verlag erschienen. Es wird im Folgenden kurz vorgestellt.
Alpiglegalm, Beibräche, Gurnigel, Hundschopf, Mönchsbüffel, Pletsche, Speckhubel, Trimle oder Tschipparällehore. Dies sind nur einige von zahlreichen Namen, die im Flurnamenbuch etymologisch unter die Lupe genommen werden.
Als Wanderer oder Wanderin ist man im abwechslungsreichen Gelände unterwegs, man taucht geradezu darin ein und erlebt es mit allen Sinnen. Genauso vielfältig wie das Gelände sind auch die zahlreichen Flurnamen. Man begegnet ihnen quasi auf Schritt und Tritt auf den Wegweisern, auf Tafeln, an Hütten oder auf der mitgeführten Landeskarte. Mitunter sind das recht eigenartige, ja sogar komische Gebilde und man fragt sich unweigerlich, wie dieser Gipfel, dieser Pass, diese Schlucht usw. zu seinem/ihrem Namen gekommen ist.
Genau hier setzt das «Kleine Flurnamenbuch für Wandernde» an: Es ist ein lexikonartiges Nachschlagewerk über Flurnamen, das insbesondere für Wanderer, Berg- und Spaziergängerinnen gedacht ist, aber auch für alle anderen, die sich für die Landschaft und ihre Flurnamen oder für die Flurnamenkunde interessieren.
Das Buch ist entsprechend den Geländeformen, in denen sich die Wandernden bewegen, in fünf Kapitel eingeteilt: Es geht um Flurnamen, die Hügel und Berge, Täler und Schluchten, Halden und Wände, Pässe und Joche, Böden und Ebenen bezeichnen. Enthalten ist auch eine kurze Einführung in die Dialektologie und Flurnamenkunde.
Die im Flurnamenbuch aufgeführten Namenbeispiele stammen hauptsächlich aus dem Kanton Bern. Aber das heisst nicht, dass dieses Flurnamenbuch nur von Berner:innen benutzt werden kann. Die meisten der darin behandelten Flurnamen-Grundwörter kommen auch in der restlichen Deutschschweiz vor.
Das Ganze wird illustriert mit Fotografien, die die Geländeform möglichst gut abbilden sollen.
Das Flurnamenbuch ist vom Format und Gewicht her nicht allzu gross bzw. schwer, damit es in den Rucksack passt und von der Wandersfrau, dem Wandersmann auch unterwegs konsultiert werden kann. In diesem Sinne versteht sich das «Kleine Flurnamenbuch für Wandernde» als Verbindung der Freude am Wandern mit der Flurnamenkunde.
Zum Schluss noch ein paar Beispiele, um die Neugierde zu wecken: Was wurde im Hargarte angepflanzt? Was sucht das Graaggilamm im Schryend Grabe? Was haben Golderli, Gufer und Breitgand gemeinsam? Verbrennt man sich an der Heisse Blatta die Hände?
Die Antworten zu diesen und anderen namenkundlichen Fragen finden sich im Flurnamenbuch für Wandernde.

Roland Hofer
Kleines Flurnamenbuch für Wandernde
244 Seiten, 210 mm x 140 mm
Softcover, Klappenbroschur
Mit zahlreichen Abbildungen
CHF 29.–
Weber Verlag, Bern, 2026
ISBN: 978-3-03818-860-5

