Umwelttipp

#Meatless Monday

Meatless Monday ist eine internationale Kampagne, die Menschen seit 2003 ermutigt, montags kein Fleisch zu essen, um ihre Gesundheit und die Gesundheit des Planeten zu verbessern. […]

Foto: Unsplash, Lefteris kallergis

Meatless Monday ist eine internationale Kampagne, die Menschen seit 2003 ermutigt, montags kein Fleisch zu essen, um ihre Gesundheit und die Gesundheit des Planeten zu verbessern. Seinen Ursprung hat der fleischlose Montag in den USA, mittlerweile beteiligen sich aber Staaten, Kommunen, Schulen, Universitäten, Restaurants und unzählige Privatpersonen auf der ganzen Welt an der Initiative.

Gemäss der UN-Landwirtschaftsorganisation FAO stammen 14,5 Prozent aller weltweiten Treibhausgasemissionen aus der Haltung und Verarbeitung von Tieren. Dieser Anteil ist höher als der des gesamten globalen Verkehrs. Der Löwenanteil dieser Emissionen entsteht in den Industrieländern (oder wegen ihnen) mit ihrer industriellen Landwirtschaft, der Massentierhaltungen und der Produktion von Tierfutter auf gerodeten Flächen, auf denen zuvor Regenwald wuchs. Und der Fleischkonsum nimmt stetig zu – gegenwärtig hauptsächlich in Schwellenländern, in denen die Menschen zunehmend mehr verdienen und sich mehr Fleisch deshalb leisten können.

Würde man den Fleischkonsum gerecht und umweltverträglich verteilen, sodass alle Menschen auf der Welt gleich viel Fleisch konsumieren können und damit der Umwelt nicht schaden, dann stünden allen 300 Gramm pro Woche zu (das entspricht zusammen
z. B. einer Olmabratwurst, einem Cervelat und einem Pouletflügeli).* Zum Vergleich: 2020 haben Schweizerinnen und Schweizer gemäss Angaben des Branchenverbandes Pro Viande pro Kopf insgesamt 59,74 Kilogramm Fleisch gegessen, d. h. 1,15 Kilogramm pro Woche.

Um von 1,15 Kilogramm auf 300 Gramm Fleisch pro Woche zu kommen, brauchen eingefleischte Karnivorinnen und Karnivoren
vermutlich eine Übergangsfrist. Doch um die Pariser Klimaziele zu erreichen, wozu sich die Schweiz verpflichtet hat, ist dieser Rückgang unumgänglich.

Jeweils montags auf Fleisch zu verzichten, ist deshalb ein leichter und für alle machbarer Anfang einer mittelfristigen Ernährungsumstellung zugunsten von Tieren, Umwelt und Klima. En Guete!

Sie möchten fleischlos essen, haben aber keine Kochideen? Kein Problem, melden Sie sich einfach unter info@naturfreunde.ch oder schicken Sie uns einen Brief, geben Sie drei vegetarische oder vegane Zutaten an, die Sie gerne mögen und wir senden Ihnen gerne drei massgeschneiderte Rezepte zu.

*Berechnet wurden diese Zahlen von der EAT-Lancet-Kommission, einem gemeinsamen Ausschuss der Nichtregierungsorganisation EAT und The Lancet, einer der führenden medizinischen Fachzeitschriften. Die Kommission besteht aus 37 Expertinnen und Experten der Fachbereiche Gesundheit, Landwirtschaft, Politik und Ökologie aus 16 Ländern.

Autor:in

Christine Schnapp

Christine Schnapp ist Redaktorin des Naturfreund, Buchautorin und arbeitet freiberuflich als Lektorin und Produzentin. In ihrer Freizeit hört sie gerne den Lebensgeschichten anderer Menschen zu oder geniesst in den Bergen die Stille.

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