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Umwelt

«Tourismus bleibt ein emotionales Gut»

Mit ihren Häuser gehören die Naturfreunde zu den Anbietern des nachhaltigen Tourismus. Wie es diesem in der Schweiz geht und wie er sich zukünftig entwickeln könnte, weiss Tourismusforscherin Monika Bandi Tanner.

Monika Bandi Tanner
11.12.2025, Naturfreund 4/25
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Naturfreundehaus Tscherwald. Foto: Balthasar Epprecht.

Monika Bandi Tanner, während der Corona-Pandemie genossen der Wert des nachhaltigen Tourismus und seine Empfehlung, Ferien in der Nähe zu verbringen, viel Zuspruch. Wo steht der nachhaltige Tourismus in der Schweiz heute?
Die Pandemie war eine riesige Zäsur, die fast das gesamte Tourismus-System betraf und das über eine lange Zeit. Während den Lockdowns waren Ausflüge in die unmittelbare Umgebung oder auch an abgelegene, menschenleere Orte Luxus und Raum, den man in dieser Zeit sonst nicht hatte. Ich hatte auch die Einschätzung, dass diese Reiseerfahrungen einen zukünftig grösseren Einfluss haben werden. Doch wenn man sich heute die Reisebewegungen anschaut, sieht man wieder das klassische Reiseverhalten mit Flügen in die ganze Welt. Sogar eine Kompensation ist sichtbar: Nachdem man so viel Ferienzeit in der Schweiz verbracht hatte, reist man wieder weiter und länger weg. In kleinen Gebieten, die während der Pandemie viel Zulauf hatten, beobachtet man eine sinkende Nachfrage. Das Fernweh wird natürlich vom Tourismus auch geschürt. Mit tollen Angeboten, Imagefilmen, Geschichten und dem Status, der dahintersteckt. Deshalb sehe ich selbst den nachhaltigeren Tourismus heute wieder an einem kleinen Ort. Der Anspruch an die nachhaltige Entwicklung im Tourismus ist aber durchaus da von den Gästen, aber das Reiseverhalten und die Zahlungsbereitschaft sprechen eine andere Sprache. Wobei ich eigentlich nicht gern von «nachhaltigem Tourismus» spreche, sondern von «nachhaltiger Entwicklung im Tourismus» oder «nachhaltigerem Tourismus». Denn «nachhaltigen Tourismus» gibt es streng genommen nicht. Tourismus ist per se nicht nachhaltig, auch wenn man auf seiner Reise wenig Ressourcen verbraucht, verbraucht man mehr, als in der gleichen Zeit reproduziert werden können.

Gibt es in der Schweiz genügend finanzielle Anreize für den Tourismus, nachhaltige Angebote zur Verfügung zu stellen?
Aus meiner Sicht ist die Förderlandschaft für nachhaltige Projekte mit Innotour, NRP, Adapt+ usw.* aktuell gut aufgestellt und damit bestehen auch die finanziellen Anreize. Die Frage ist einfach, ob die nachhaltige Entwicklung genügend priorisiert wird bei den Akteuren, dass sie bei der Förderung auch partizipieren, also dass sie Ideen entwickeln und diese dann auch umsetzen können. Ich glaube, dort ist der Knackpunkt. Dass man sich die Zeit nimmt, etwas zu entwickeln und die Umsetzung dann mit Zielorientierung und Herzblut vorantreibt: Führungsleute, Verwaltungsräte oder Vorstände, die auch den Mut haben, sich in diesem Bereich zu positionieren.

Mehr Informationen …

*Innotour ist das Innovationsprogramm des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) für den Tourismus. Gefördert werden Projekte auf nationaler Ebene oder Modellvorhaben auf regionaler/lokaler Ebene. Die Schwerpunkte liegen auf Innovationen, Zusammenarbeit und Wissensaufbau im Tourismus.

NRP (Neue Regionalpolitik) fördert regionale oder überregionale Vorhaben in Berggebieten, im ländlichen Raum und in Grenzgebieten. Ziel ist dabei die Förderung von innovativen und wertschöpfungsorientierten Programmen und Projekten zur Verbesserung der regionalen Standortvoraussetzungen.

Adapt+ unterstützt Massnahmen und Projekte, die die Widerstandsfähigkeit der Schweiz gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels stärken und damit zur Sicherung der Lebensqualität beitragen.

Die Naturfreunde sind ein kleiner Fisch unter den Anbietern von nachhaltigem Tourismus. Insgesamt gibt es schweizweit jedoch unzählige solcher kleiner Fische. Welche Bedeutung haben die «Kleinen» insgesamt im Verhältnis zu den «Grossen»?
Ich glaube, die kleinen Akteure sind die, die dem Tourismus Charme verleihen. Die grossen sind natürlich rentabler als die kleinen – beispielsweise bei den Hotels. Aber es kann nicht das Ziel sein, nur noch grosse Hotelkomplexe zu bauen und die kleinen Hotels wegen fehlender Nachfolgelösungen wegsterben zu lassen oder wegzurationalisieren. Tourismus bleibt ein emotionales Gut mit viel Interaktionspotenzial zwischen den Menschen. Und das auch im Zeitalter der Digitalisierung. Es geht um den Kontakt von Menschen mit anderen Menschen, mit der Natur, mit der Umwelt.

Aus dieser Sicht haben die kleinen Hotels beispielsweise massive Vorteile, weil sie persönliche Interaktion und Geschichten mitbringen, die die Erlebnisqualitäten stärken. Kommt hinzu, dass Regionen, in denen die Vielfalt der Anbieter gross ist, oft resilienter sind als jene, die einen grossen Investor haben, der den grössten Teil des Angebots verantwortet.

Wie müssen nachhaltige touristische Angebote gestaltet sein, damit sie nachgefragt werden?
Sie müssen ambitioniert sein und den Gästen gefallen. Sie sollten zudem so gestaltet sein, dass sie sich über eine längere Zeit positionieren können. Sonst werden sie zu Eintagsfliegen. Vegetarische Menüs beispielsweise. Wenn man sich entschliesst, weniger Fleisch anzubieten, weil das die CO2-Emissionen reduziert, dann muss man das auch durchziehen, obwohl es vielleicht eine Herausforderung ist, anders kochen zu müssen, als man es gewohnt ist.

Wenn man sich entschliesst, ein dezidiert einfaches, aber deswegen auch nachhaltiges Produkt anzubieten, braucht es den Mut, sich in den Gegentrend einzureihen. Mit dem Trend mitzugehen ist oft einfacher. Die Entscheidung und damit die Positionierung muss man immer wieder kommunizieren und erklären. Dabei muss es so elegant sein, dass der Gast denkt, er gewinnt etwas und nicht meint, er verliert etwas. Wenn man das durchhält, hat man die Chance, eine einzigartige Perle zu werden.

das Haus in den Bergen 
Naturfreundehaus Cristolais. Foto: Naturfreunde Schweiz
Naturfreunde Züri auf dem Mostelegg. Foto: Patrick Flükiger

Tourismus und Klimawandel bedingen einander gegenseitig. Tut der Tourismus in diesem Land genug, um die Auswirkungen des Tourismus auf den Klimawandel zu reduzieren?
Eigentlich wüsste man schon, was man machen müsste. Aber diese Massnahmen sind so gross und umfassend und machen Angst, sodass sie zum Elefanten im Raum werden, den man lieber nicht anspricht. Es wird dann auch gern die An- und Abreise in die Diskussion eingebracht, die je nachdem zwischen 50 und 80 Prozent der CO2-Emissionen einer Reise ausmacht und an der man nichts ändern könne, solange die Luftfahrt, resp. die Mobilität nicht klimaverträglicher sei. Aber die Tatsache der Emissionen durch die An- und Abreise entbindet die Anbieter nicht davon, wenigstens vor Ort die Massnahmen umzusetzen, die sich im eigenen Handlungsbereich befinden. Einen Schritt ist man damit auf jeden Fall weiter.

Es gibt Projekte, wie etwas das klimaneutralen Berner Oberlande, in dem sich alle Gemeinden der Destination an einen Tisch setzen und überlegen, was sie unternehmen können, um einen gemeinsame Absenkpfad zu bestreiten. Es braucht dann alle Unternehmen, die Bevölkerung und die Gemeinden, damit es erfolgreich sein kann.

Wandern und Bergtouren gelten als sanfter Tourismus. Doch auch bei diesen Aktivitäten gibt es ein Zuviel, weil sie in sensiblen Naturräumen stattfinden.
Zwei Schneeschuhläufer:innen im Gantrisch sind wunderbar, tausend sind ein echtes Problem. Dann habe ich die tausend Leute lieber auf einer Skipiste, wo die Auswirkungen besser abgefedert sind. Tourismus ist aber ein Massenphänomen, ob wir wollen oder nicht. Die Masse ist relativ, an einem kleinräumigen, sensiblen Ort sind 15 Autos bereits eine Masse. Was Kapazität bedeutet, ist damit sehr lokal gebunden. Die Frage ist, was besser ist: Ist es nicht besser, wenn man einen Teil der Naturräume für den Tourismus bereitstellt, aber ihn in diesen Räumen vernünftig regelt und andere Räume dafür ganz von Tourist:innen freihält?

Einfache Hütten und Wanderungen abseits der grossen Touristenströme – sehen Sie in der Zukunft noch ein Potenzial für die Angebote der Naturfreunde?
In der Verbundenheit zur Natur und zur Einfachheit liegt ein Charme, der auch zukünftig Menschen ansprechen wird. Vor allem wenn Anbieter von ähnlichen Angeboten sich richtig Mainstream bewegen. Trotzdem werden Angebote wie die der Naturfreunde Nischenprodukte bleiben, weil die Mehrheit der Menschen die Bequemlichkeit und den Luxus sucht. Wichtig ist, konsequent auf dem eingeschlagenen Weg zu bleiben und die Qualität zu halten. Meine Erfahrung ist, dass wenn das Angebot stimmt und überzeugt, dann gibt es auch eine Nachfrage – auch für einfache Angebote.

Center for Regional Economic Development (CRED)

Autor:in

Monika Bandi Tanner

Monika Bandi Tanner ist Wirtschaftswissenschaftlerin und Psychologin und leitet die Forschungsstelle Tourismus (CRED-T) im Zentrum für Regionalentwicklung der Uni Bern.

Redaktion: christine.schnapp@naturfreunde.ch

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