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Gemeinschaft

«Gemeinsame Erfolge stärken das Wir-Gefühl»

Der Begriff Verein kommt von «vereinen», «eins werden». In Vereinen finden sich Menschen zusammen, die dasselbe Ziel verfolgen und miteinander Gemeinschaft erleben wollen. Das klingt erstmal wunderbar. Doch wie überall, wo Menschen am Werk sind, kommt es in Vereinen auch zu Konflikten. Das ist kein Weltuntergang, solange man kompetent damit umgeht. Wie das funktioniert, erklärt Marcel Niederer im Interview.

Christine Schnapp
16.08.2022, Naturfreund 3/22
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Illustration von Händen
Grafik: Freepik, Makyzz

Eins werden miteinander für eine gemeinsame Idee bedeutet nicht, dass alle Mitglieder gleich werden, sie sind im Gegenteil möglicherweise ganz unterschiedlich. Ein Widerspruch?
Jedes Mitglied in welchem Verein auch immer schätzt es, wenn es in der Gruppe auch seine Individualität ausleben kann. Wichtig ist einfach, dass man die Idee des gemeinsamen Ziels kennt. Und das gemeinsame Ziel muss man immer wieder gemeinsam erneuern. Das ist wie der Schwur in der Pfadi.

Im Fokus
ein Mann mit Schnurrbart und roter Krawatte 

Marcel Niederer

Marcel Niederer ist Gründer und Geschäftsführer, war und ist in den Vorständen diverser Vereine aktiv und hat sein Beratungsunternehmen manicon auf die Beratung von Non-Profit-Organisationen ausgerichtet.

Wie ist diesem Umstand, dass unterschiedliche Menschen zusammen ein Ziel verfolgen, am besten Rechnung zu tragen? Liegt darin sogar ein Potenzial, das sich nutzen lässt?
Das ist ein riesiges Potenzial. Gerade weil in einem Verein Menschen mit unterschiedlichen Lebens- und Berufserfahrungen zusammenkommen und an einem gemeinsamen Ziel arbeiten, kann man diese Fähigkeiten und Erfahrungen auch nutzen. In einem Verein findet man häufig das grössere Potenzial als in einem Unternehmen. In Unternehmen hat man Leute, die die entsprechende Berufsausbildung haben, in einer Schreinerei bspw. sind alle Schreiner. In einem Verein hat man alles Mögliche an Berufen und das ist eine enorme Chance.

Darunter gibt es auch Personen, die sich mit ihrem Wissen mehr einbringen wollen. Wie bindet man sie am besten ein?
Wenn Expertinnen und Experten nicht gehört werden in einem Verein, dann sind sie frustriert und machen nicht mehr mit – oder sie werden zu Störenfrieden, die immer etwas zu bemängeln haben. Aber an sich kann man dieses Potenzial als positive Energie nutzen. Und zwar nicht, indem man sie in den Vorstand nimmt, denn das Expertenwissen nützt im Vorstand meistens nichts, sondern indem man sie etwa in einer Arbeitsgruppe einsetzt. Dort können sie ihre beratende Erfahrung einfliessen lassen.

Und was ist bei der Organisation einer Arbeitsgruppe zu beachten?
Wenn man Arbeitsgruppen hat, ist es wichtig, dass der Vorstand ihnen auch Aufträge gibt, sodass sie nicht einfach ohne Ziel vor sich hinarbeiten, denndas ist unbefriedigend. Wichtig ist weiter, dass wenn eine Arbeitsgruppe oder auch andere Mitglieder etwas liefern oder zustande gebracht haben, dass sie entsprechende öffentliche Anerkennung erhalten.

Wie viel an gemeinsamen Werten braucht es in Vereinen, um miteinander optimal zu funktionieren?
In der Schweiz haben Vereine in der Regel einen Passus in ihren Statuten, in dem es heisst, dass sie politisch und konfessionell unabhängig oder neutral sind. Damit sind schon gewisse Werte beschrieben. Auf der anderen Seite hat auch jeder Verein einen Zweckartikel, in dem seine Stossrichtung ersichtlich ist. In den Statuten der Naturfreunde beispielsweise ist diese deutlich festgehalten (siehe Kasten, Anm. cs).

Statuten Naturfreunde Schweiz

Art. 2 Zweck:


Freizeit, Interessen


2.1
Die Mitglieder der NFS, Naturfreundinnen und Naturfreunde (NF), sind Menschen, die sportlich, gesellschaftlich, kulturell und ökologisch interessiert sind und eine sinnvolle Freizeitgestaltung anstreben. Sie fördern die Freundschaft, das Erleben der Natur und die Erhaltung der natürlichen Lebenswelt.

Engagement


2.2
Die NF betreiben im Rahmen ihrer sportlichen Aktivitäten vorwiegend Bergsport (inkl. Schnee- und Wandersport) und Wassersport (Schwimmen, Kanu und allenfalls weitere). Der Landesverband engagiert sich in der nationalen Leiterausbildung sowie in der nationalen und internationalen Berg- und Schneesportförderung für die Jugend. Stets haben die NF bei ihren sportlichen Aktivitäten Rücksicht auf die Pflanzen- und Tierwelt zu nehmen.


2.3
Die NF ermöglichen Begegnungen verschiedener Generationen aus allen sozialen und kulturellen Schichten. Sie sprechen auch gesellschaftlich Benachteiligte an.


2.4
Die NF setzen sich für eine nachhaltige Entwicklung sowie für Toleranz, demokratische Werte und die Grundrechte von Mensch und Natur ein.

Was tun, wenn es in Vereinen zu Konflikten kommt aufgrund von unterschiedlicher Auslegung von Werten?
Grundsätzlich sollten Konflikte immer von der nächsthöheren Stufe gelöst werden. Oder diese übernimmt die Schiedsrichterrolle. Wenn der Konflikt also beispielsweise zwischen den Mitgliedern einer Sektion auftritt, dann ist der Sektionsvorstand gefordert. Wenn er sich zwischen Sektionen abspielt, dann ist der Kantonalverband – wo vorhanden – zuständig oder dann der Landesverband. Es stellt sich aber die Frage, ob diese Zuständigen auch über die entsprechende Erfahrung oder Ausbildung verfügen, um einen Konflikt lösen zu können. Manchmal hat man Glück und hat einen Richter oder eine Konfliktmanagerin in den eigenen Reihen. Wenn nicht, wäre die Frage, ob die Geschäftsstelle so eine Aufgabe wahrnehmen kann.

Braucht es in einem Verein auch gemeinsame Regeln?
Das ist ein schwieriges Thema. Wenn man zu viele und zu starre Regeln hat, dann werden sie nicht eingehalten. Man sollte sie auf das Wesentliche beschränken. Für Naturfreundehäuser gibt es die Hausregeln. Diese sind in der Regel einfach und klar. Es muss aber auch klar sein, warum es eine bestimmte Regel gibt. Es geht darum, dass das Haus den nachfolgenden Nutzenden sauber übergeben werden kann. Diese Regeln haben normalerweise auf einem A4-Blatt Platz. Regeln für Verhaltensnormen sind schwieriger schriftlich zu definieren. Vor allem sollten sie positiv formuliert sein. So wie die Zwecke der Naturfreunde in den Statuten unter 2.3 und 2.4 formuliert sind, lassen sich daraus auf einer guten Basis klare Regeln ableiten.

Gemeinschaften funktionieren dann am besten, wenn das Wir-Gefühl stark ist. Wie lässt sich dieses wieder entfachen, wenn es im Laufe der Zeit etwas erkaltet ist?
Gemeinsame Erfolge stärken das Wir-Gefühl. Wenn man sie errungen hat und wenn man sie feiert, denn man sollte sie nicht nur haben, sondern auch feiern. In der Schweiz sind wir meistens zu bescheiden, um einen Erfolg, auch wenn es nur ein Zwischenschritt ist, anzuerkennen. Wichtig ist auch, dass man Erfolge sofort feiert. So wie man den Gipfeltrunk auf dem Gipfel einnimmt und nicht erst abends unten im Tal.

Was ist ein Erfolg für einen Verein?
Im Fall der Naturfreunde ist jede durchgeführte Wanderung ein Erfolg, oder alles, was an den Häusern renoviert oder verschönert wurde. Es sind kleine Erfolge, aber es sind Erfolge im Rahmen dessen, was man als Verein macht. Im Geschäftsbericht schreibt man auch, was man alles durchgeführt hat. Darauf kann man stolz sein. Mehr noch: Diese Erfolge sollte man herausstreichen, dafür braucht es aber die Informationen der Sektionen, die melden, wenn sie einen Erfolg verbuchen können. Insbesondere auch, wenn es spezielle Aktivitäten waren wie beispielsweise eine Wanderung mit handicapierten Menschen.

Autor:in

Christine Schnapp

Christine Schnapp ist Redaktorin des «Naturfreund», Buchautorin und arbeitet freiberuflich als Lektorin und Produzentin. In ihrer Freizeit hört sie gerne den Lebensgeschichten anderer Menschen zu oder geniesst in den Bergen die Stille.

Redaktion: christine.schnapp@naturfreunde.ch

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